Wenn die Mama mit dem Baby quiekt und der Papa fistelt…

Hier nun ein netter, kleiner Artikel der SZ, der auf folgenden Sachverhalt verweist: Mütter gleich welcher Sprachen und Kulturen (eingeschränkt zumindest auf die Herkunftsländer der Mütter, die an der Untersuchung teilnahmen) ändern ihren Tonfall, wenn sie mit Babys sprechen ähnlich oder gleich. Das ist vielleicht intuitiv klar, aber nunmal auf eine wissenschaftliche (evidenzbasierte…) Basis gestellt worden. Fair enough.

Was mich dann als Männerbeauftragter in dieser mütterlichen Welt stört: Einerseits wird diese Erkenntnis problemlos auf alle Erwachsenen (nur Eltern? Nur nahe Verwandte?) übertragen, explizit also neben den Müttern v.a. auch auf die Väter. Andererseits ist im Forschungsdesign kein Papa dabei gewesen.

Nun glaube ich auch nicht, dass die Papas in gleich rauher Stimme ihre Babys fragen, ob sie mit ihnen ein Bier trinken gehen wollen. Gleich rauh, wie sie das mit ihren sonstigen Saufkumpanen machen (oja, ich suhle mich gerade in Stereotypen). Aber hey, so richtig dolle ist das auch nicht, dass der Untersuchungsgegenstand ausschließlich Mütter waren, die Ergebnisse dann auf alle Erwachsenen übertragen werden.

Auch in der Zusammenfassung der entsprechenden wissenschaftlichen Publikation („…Our study complements research showing that adult speakers acoustically exaggerate the formant frequencies of their speech when speaking to infants to maximize differences between vowels“). ist man nicht weit davon entfernt, Männlein und Weiblein zusammenzufassen. Wobei fairerweise die Wissenschaftler/innen hier nur von ‚ergänzen‘ sprechen, sprachlich also durchaus etwas vorsichtiger sind.

Naja, dann flöte ich mal meinem Nachwuchs etwas vor…So bis das Weinglas zerspringt, oder so.

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Vom Verpfeifen

Ich habe mir ein paar Gedanken dazu gemacht, was passiert, wenn das Kind einerseits ein großes Mitteilungsbedürfnis hat, andererseits keinen blassen Schimmer davon, was eine Privatsphäre ist….rausposaunt bei den Kollegen von vaterfreuden.de.

Der Aktualität halber möchte ich aber die Kinder auch nicht zu falsch verstandener Solidarität mit den Eltern und Verschwiegenheit aufrufen. Insbesondere dann nicht, wenn der Herr Papa in einen Bank einbrechen will und der Nachwuchs Schmiere stehen soll.

Hier ist ein Verpfeifen des Herrn Papas angesagt: Ich zeige mal meinem Sohnemann, was ich beruflich so mache…. Geht gar nicht. Ausgepfiffen.

Es geht mich auch etwas an

Selten genug komme ich aus meinem Papalaufstall heraus und gebe meinen Senf zu Themen als ganz normaler Bürger ab. Mit der Bundestagswahl war dies so. „Es geht mich auch etwas an“ weiterlesen

Zum Tage der deutschen Einheit – in stiller Heimatliebe

Meine Generation – Jahrgang 1970 – ist in (West-)Deutschland in einer Zeit groß geworden, da alles Nationale den Generalverdacht des Reaktionären in sich trug. Selbst bei der ‚Studienstiftung des deutschen Volkes‘ erkundigte ich mich erst einmal, ob das nichts Verwerfliches sei. So deutsch und so volksmäßig, wie sich das anhörte. „Zum Tage der deutschen Einheit – in stiller Heimatliebe“ weiterlesen

Auch ein schlechtes Buch hat seine guten Seiten

Ich weiß nicht, wer die Reihe „Bildermaus“ kennt. In dieser Serie und in sicherlich vielen anderen Kinderbüchern auch wird das ein oder andere Wort durch ein Bild ersetzt. Soll dem Erstleser den Zugang erleichtern. Mag sein. Ich bin kein Leseforscher. Nur: Interessiert hat sich bislang keines der zwei lesenlernenden Kinder (zur Zeit 7 und 9 Jahre alt) für diese Art des Lesenlernens. Entweder man entziffert die Wörter oder man schaut ein Bilderbuch an. Ganz oder gar nicht. „Auch ein schlechtes Buch hat seine guten Seiten“ weiterlesen

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Wer sieht den Fehler oder… die Wahrheit?

Ich musste bei dieser Sequenz der Kindernachrichten „Logo“ ganz kurz schmunzeln.

Die offene Gesellschaft….und ihre Feinde

…heißt ein bekanntes Buch von Karl Popper von 1945. Und es ist an der Zeit, sich diese Lektüre für die gegenwärtigen Zeit mal wieder vorzunehmen. „Die offene Gesellschaft….und ihre Feinde“ weiterlesen