Statistik ist das Eine – das Andere ist der Weiße Hai

Nach diversen Sommerlochtiermeldungen (Kroko, etc.) nun endlich mal was Handfestes. Weißer Hai vor den Balearen erstmals seit dreißig Jahren zweifelsfrei identifiziert. Die Meldung passt. Alle, nein, alle und leider noch ein paar mehr werden in den nächsten Wochen versuchen, auf Malle ihre Füße und die ihrer Kinder im Wasser baumeln zu lassen. Da bekommt diese Meldung schon einen anderen Drive als, sagen wir mal „Im Tümpel von Buxtehude wurden Pirahanas gesichtet“. Wer badet schon in Buxtehude?!

Meine erste Reaktion. Auch wenn gerade bei unserem Viertklässler das Thema Zeitung in der Schule dran ist. Man muss ja nicht alle Meldungen am Frühstückstisch besprechen.

Meine zweite Reaktion. Seriöse Information. Spektrum.de, eingebunden in ZEIT online, greift das Thema heute auch auf. „…Keine Panik!“ lautet das Ende der Titelzeile. Aha, und warum dann mit Ausrufungszeichen! Hat der Autor dieser Zeilen etwa auch schon das Planschen mit dem eigenen Nachwuchs auf und vor Ibiza vor Augen? Dennoch folgen nüchterne Zahlen. Mehrere Milliarden Badende pro Jahr, wenig Dutzende Haiangriffe. Und überhaupt, niemals auf Malle. Ganz weit weg.  Erleichtert möchte ich schon Wegklicken.

Dann aber dieser letzte Absatz, der irgendwie wieder die Panikattacke der Titelzeile aufgreift:

„Das Risiko einer Attacke lasse sich zudem durch einfache Verhaltensänderungen weiter verringern, so Haiforscher: Schwimmer sollten möglichst nicht in der Dämmerung oder nachts ins Wasser gehen, sich in der Nähe von Fischern, Fischschwärmen oder fischenden Seevögeln aufhalten oder glitzernde Materialien am Körper tragen, die Haie neugierig machen könnten. Überproportional häufig sind zudem Surfer betroffen, die eine Reihe von Verhaltensweisen zeigen, die Haie anlocken und zu Bissen verleiten, weil sie die Sportler mit Beute verwechseln. Im Fall eines Angriffs soll man sich wehren und dem Tier auf Nase, Augen und Kiemen schlagen.“

Himmel. Wenn es denn keine Haiattacke geben wird, warum dann diese sehr konkreten Verhaltensregeln? Ich meine, ich gehe zwar als Papa nicht als glitzernde Wassernixe ins kühlende Nass, aber: Da wo ich bin gibt es per definitionem Seevögel und Fische. Und Surfen ist ja jetzt auch nix wirklich Exotisches. Und dann, etwa, Auge im Auge mit meinem Filmfreund aus Kindertagen, soll ich diesen Artikel beherzigen und gezielt auf Nase, Augen und Kiemen schlagen? „Du süßes kleines Fischli, kannst Du Dich bitte mal zur Seite drehen, damit ich Deine dollen Kiemen sehen kann?“ Hallo??!! Keine Panik???!!!

Wenn ich einen seriösen Artikel zu Meteoritenschauer lese (die Leoniden kommen mal wieder, oder so), finde ich ja auch keinen Hinweis darauf, dass ich mich wohl im Keller meines Hauses am besten vor Meteoriten bis zu 2 KG schützen kann. Oder, präzisere. Das Risiko eines Meteoriteneinschlags auf meinem Kopf weiter reduzieren kann.

Achja, ich versuche heute mal beim Familienabendessen zu ventilieren, ob wir diesen Sommer nicht doch lieber in die Berge gehen.

Advertisements

Im Schweiße meines Angesichts

Das physikalische Prinzip der Kondensation von Wasser ist der diesjährige Renner an unserem spanischen Urlaubsort. Will heißen: Wenn nach gefühlt einer Minute sich am halbvollen Milchglas an der Außenseite viele Wassertropfen gebildet haben – genau bis zur Höhe der eingeschenkten, kalten Milch -, wissen unsere Kinder nun, dass wir uns an einem Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit befinden. A propos „gefühlt“: Ich hätte diese Info auf meiner Wetter-App ernster nehmen sollen. In den vergangenen Sommen waren wir in dem so zu Unrecht als super heiß verschrieenen Andalusien bei 38 Grad („gefühlt 39 Grad“) unterwegs. Hier in Alicante haben wir nur 33 Grad, gefühlt sind das hier laut App immer 10 Grad mehr. Und ich bin nicht sonderlich lebensfähig bei 43 Grad. „Im Schweiße meines Angesichts“ weiterlesen

Eine fliegenden Brille und eine schnelle Reaktion

Werbung

Nach Teil 1 heute Teil 2 meines Erlebnisreiseberichts aus dem Legoland Günzburg.

Ich gestehe es hier, aber nicht vor den Kindern: Ich hasse Achterbahnen. Mein Magen ist nicht dafür geeignet, durch die Luft geschleudert zu werden. Und das physikalische Gesetz der Trägheit der Masse hat auf mich einen doppelten Effekt. Die Kinder rufen: „Papa, toll, da vorne ist die Achterbahn!“ Meinem Magen wird es schon im Vorgriff auf das Erwartbare mulmig. Und schlagartig fühle ich mich total träge! „Eine fliegenden Brille und eine schnelle Reaktion“ weiterlesen

Ninja Go!! – für alle

Werbung

Es ist natürlich schön, Kinder unterschiedlichen Alters beim Aufwachsen zu begleiten. Nur sind die Bedürfnisse altersgemäß andere. Der (Kl)eine möchte noch auf den Spielplatz um die Ecke. Der Große schon in den Klettergarten in 10 Metern Höhe. Der (Kl)eine mag durchaus den Abenteuerkitzel von Paw Patrol (mit dem Slogan: keine Aufgabe zu groß, kein Hund klein!) gucken. Der Große braucht schon den Thrill des Herrn der Ringe. Umso glücklicher waren wir Eltern in letzter Zeit, als sich unsere Rasselbande einhellig für die Lego-Staffel von Ninjago aussprach. Gemeinsames Fernseherlebnis. Wow. „Ninja Go!! – für alle“ weiterlesen

Eltern werden, Paar bleiben – eine andere Perspektive

Die Kinder haben jetzt einen eigenen Fotoapparat. Endlich haben wir auch wieder Fotos von uns als Paar.

 

PS: Wird noch.

PPS: Eindeutig lässt sich allerdings erkennen, wo das Foto aufgenommen worden ist. Wer weiß es? 🙂

 

 

Im Kleinen wie im Großen

Wir waren in London. Das war ein großer Act.
london-tower-bridge-03
Und großartig.

Dann halfen die Kinder dem Onkel beim Birnenpflücken. Das war ein kleiner Act.
neuhausen-28
Und großartig.

Ich finde, es hat immer etwas Gekünsteltes, wenn man kleine und große Begebenheiten mit den Kindern gegeneinander ausspielt. Im Kleinen wie im Großen ist es doch immer eine Frage der Aufmerksamkeit (oder neudeutsch: Achtsamkeit).

 

 

Lesen bildet – Sandräuber in Sandalen

…so lautet die Überschrift eines Artikels meines lokalen Lieblingsblattes am heutigen Tage. „Lesen bildet – Sandräuber in Sandalen“ weiterlesen