Oh lasset uns anbeten! Oder besser nicht.

Und es begab sich zu der Zeit, als die Abende früh in den Tag kamen, und die Dunkelheit die Menschheit zu umhüllen begann. Lichter der Hoffnung wurden in den Behausungen entzündet. Die Familien versammelten sich um den Kerzenschein, welcher ihnen Wärme und Geborgenheit gab. Und leise begannen die Menschen den Kindern von uralten Geschichten zu erzählen.

Nur wenige Kinder hielten das Alles für ein großes Papperlapapp und wollten lieber noch eine DVD reinschieben. Darunter die Meinigen.

Doch voller Inbrunst für die alten Rituale wehrte ich mich standhaft gegen alle Verlockungen dieses modernen, seelenlosen Digitalzeitalters. Da drängten die Kinder den Jüngsten im Bunde nach vorne. Voll Hoffnung, hier noch auf kindliches Gemüt, einen unverdorbenen Charakter zu treffen, wandte ich mich ihm zu. Die Kinderaugen leuchteten, wie es nur Kinderaugen in der Adventszeit tun können. Die entscheidenden Worte formten sich in seinem Munde:

„Papa, wenn wir die DVD schauen dürfen, bete ich dich auch an, wenn du tot bist.“

 

Over and out. Ich kann nicht mehr.

 

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Es naht das Fest der Liebe

Die fotografisch beigefügte Einladung der Schule erinnert mich daran: „Es naht das Fest der Liebe“ weiterlesen

Wenn die Mama mit dem Baby quiekt und der Papa fistelt…

Hier nun ein netter, kleiner Artikel der SZ, der auf folgenden Sachverhalt verweist: Mütter gleich welcher Sprachen und Kulturen (eingeschränkt zumindest auf die Herkunftsländer der Mütter, die an der Untersuchung teilnahmen) ändern ihren Tonfall, wenn sie mit Babys sprechen ähnlich oder gleich. Das ist vielleicht intuitiv klar, aber nunmal auf eine wissenschaftliche (evidenzbasierte…) Basis gestellt worden. Fair enough. „Wenn die Mama mit dem Baby quiekt und der Papa fistelt…“ weiterlesen

Vom Verpfeifen

Ich habe mir ein paar Gedanken dazu gemacht, was passiert, wenn das Kind einerseits ein großes Mitteilungsbedürfnis hat, andererseits keinen blassen Schimmer davon, was eine Privatsphäre ist….rausposaunt bei den Kollegen von vaterfreuden.de. „Vom Verpfeifen“ weiterlesen

Es geht mich auch etwas an

Selten genug komme ich aus meinem Papalaufstall heraus und gebe meinen Senf zu Themen als ganz normaler Bürger ab. Mit der Bundestagswahl war dies so. „Es geht mich auch etwas an“ weiterlesen

Herr erhöre uns! Frau natürlich auch!!

Sollte eine/r meiner 5 Leser/innen eine Erzieher/innenausbildung gemacht haben und sich sowieso mit dem Gedanken rumschlagen,

  • den aktuellen Job an den Nagel zu hängen,
  • in den Job wieder einzusteigen,
  • dem Lover oder der Loverin nach Bonn folgen zu wollen,

DANN: Komm bitte zu uns! „Herr erhöre uns! Frau natürlich auch!!“ weiterlesen

Zum Tage der deutschen Einheit – in stiller Heimatliebe

Meine Generation – Jahrgang 1970 – ist in (West-)Deutschland in einer Zeit groß geworden, da alles Nationale den Generalverdacht des Reaktionären in sich trug. Selbst bei der ‚Studienstiftung des deutschen Volkes‘ erkundigte ich mich erst einmal, ob das nichts Verwerfliches sei. So deutsch und so volksmäßig, wie sich das anhörte. „Zum Tage der deutschen Einheit – in stiller Heimatliebe“ weiterlesen