Da wird es mir schlecht!

Liebe FAZ-Net, ein netter Beitrag zu Ferienbeginn (warum kann es Kindern auf Autofahrten schlecht werden , und was kann man dagegen unternehmen).

Muss das aber mit einem solchen Bild unterlegt werden? Die Süßen, wie schön sie schlafen. Nein. Kein Kind darf in diesem Alter so ohne Kindersitz im Auto fahren. Mir wird schlecht bei dem unsensiblen Verhalten des Bildredakteurs.

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CV – Curriculum Vitaminae

Der 5-jährige Ninja möchte zum Frühstück seinen Orangensaft nicht trinken.

Ich: Du bist noch im Wachstum, Du brauchst noch viel Vitamine.

Er: Hmm. Und Du wächst nicht mehr.

[Denkpause]

Für Dich kommt nur noch die Opizeit.

[Denkpause]

Und dann bist Du tot.

Ich [gedanklich]: Bitte, ganz viel Vitamine. Jetzt. Für mich!

 


 

Das war der lustige Teil. Das Gespräch ging eigentlich noch sehr schön weiter. Der Nachwuchs sinnierte über seine Omas und Opas, die es dann gar nicht mehr so lange geben würde. Und dann kam er zum Schluss, dass er doch so viel Zeit als möglich mit ihnen (noch) verbringen möchte. Herzerwärmend.

 

Von der WM zur Ahnenforschung

Nach dem Ausscheiden der deutschen und nun der spanischen Nationalmannschaft wird es natürlich für unsere deutsch-spanische Familie ganz schwierig mit dem Weiterfiebern.

Doch die Jungs halten ganz gut mit. Zu EM 2016-Zeiten nach dem Aus der Deutschen gegen Italien waren Spaghetti, Pizza und Eis tabu. Ein Beleidigtsein des Nachwuchses, wie man es eigentlich nur von Donald Trump kennt. Glücklicherweise ist bei uns russisches Essen nicht auf dem regulären Speiseplan.*

Ein kurzes „Pfannkuchen wollen wir nicht mehr!“ kam als wütender Aufschrei (Die Kindernachrichtensendung Logo hatte Pfannkuchen als Leibspeise der Russen angedeutet). Aber mit einem beschwichtigenden „Dann essen wir halt Crêpes“ konnte diese Gefahr für Leib und Magen abgewendet werden.

Schwieriger wird es nun, welcher – verbleibenden – Nationalmannschaft wir unser Herz schenken wollen. In der Familie wird nun Ahnenforschung betrieben. Momentan gehen wir mit Kolumbien, die Familie der spanischen Gattin hat da viele Jahrzehnte gelebt. Und sonst muss halt mein Blogname Andreas Clevert ran: ‚Clevert‘ verweist auf die real existierende mütterliche Linie, wo meine hugenottischen Vorfahren nach der Bartholomäusnacht nach deutschen Landen auswanderten. Na, ein Glück, dass es damals den Seehofer noch nicht gab. Für wen hätte man denn sonst noch bei der WM dann sein können?

*Wobei: Wenn mir jemand ein Land nennt, wo Nutella das Leibgericht ist, würde ich alles dafür geben, dass Deutschland gegen dieses Land verliert. Dauerhaft.

auch erschienen auf Madrid für Deutsche – Das Service- und Informationsportal für die deutschsprachige Community in Madrid

Statistik ist das Eine – das Andere ist der Weiße Hai

Nach diversen Sommerlochtiermeldungen (Kroko, etc.) nun endlich mal was Handfestes. Weißer Hai vor den Balearen erstmals seit dreißig Jahren zweifelsfrei identifiziert. Die Meldung passt. Alle, nein, alle und leider noch ein paar mehr werden in den nächsten Wochen versuchen, auf Malle ihre Füße und die ihrer Kinder im Wasser baumeln zu lassen. Da bekommt diese Meldung schon einen anderen Drive als, sagen wir mal „Im Tümpel von Buxtehude wurden Pirahanas gesichtet“. Wer badet schon in Buxtehude?!

Meine erste Reaktion. Auch wenn gerade bei unserem Viertklässler das Thema Zeitung in der Schule dran ist. Man muss ja nicht alle Meldungen am Frühstückstisch besprechen.

Meine zweite Reaktion. Seriöse Information. Spektrum.de, eingebunden in ZEIT online, greift das Thema heute auch auf. „…Keine Panik!“ lautet das Ende der Titelzeile. Aha, und warum dann mit Ausrufungszeichen! Hat der Autor dieser Zeilen etwa auch schon das Planschen mit dem eigenen Nachwuchs auf und vor Ibiza vor Augen? Dennoch folgen nüchterne Zahlen. Mehrere Milliarden Badende pro Jahr, wenig Dutzende Haiangriffe. Und überhaupt, niemals auf Malle. Ganz weit weg.  Erleichtert möchte ich schon Wegklicken.

Dann aber dieser letzte Absatz, der irgendwie wieder die Panikattacke der Titelzeile aufgreift:

„Das Risiko einer Attacke lasse sich zudem durch einfache Verhaltensänderungen weiter verringern, so Haiforscher: Schwimmer sollten möglichst nicht in der Dämmerung oder nachts ins Wasser gehen, sich in der Nähe von Fischern, Fischschwärmen oder fischenden Seevögeln aufhalten oder glitzernde Materialien am Körper tragen, die Haie neugierig machen könnten. Überproportional häufig sind zudem Surfer betroffen, die eine Reihe von Verhaltensweisen zeigen, die Haie anlocken und zu Bissen verleiten, weil sie die Sportler mit Beute verwechseln. Im Fall eines Angriffs soll man sich wehren und dem Tier auf Nase, Augen und Kiemen schlagen.“

Himmel. Wenn es denn keine Haiattacke geben wird, warum dann diese sehr konkreten Verhaltensregeln? Ich meine, ich gehe zwar als Papa nicht als glitzernde Wassernixe ins kühlende Nass, aber: Da wo ich bin gibt es per definitionem Seevögel und Fische. Und Surfen ist ja jetzt auch nix wirklich Exotisches. Und dann, etwa, Auge im Auge mit meinem Filmfreund aus Kindertagen, soll ich diesen Artikel beherzigen und gezielt auf Nase, Augen und Kiemen schlagen? „Du süßes kleines Fischli, kannst Du Dich bitte mal zur Seite drehen, damit ich Deine dollen Kiemen sehen kann?“ Hallo??!! Keine Panik???!!!

Wenn ich einen seriösen Artikel zu Meteoritenschauer lese (die Leoniden kommen mal wieder, oder so), finde ich ja auch keinen Hinweis darauf, dass ich mich wohl im Keller meines Hauses am besten vor Meteoriten bis zu 2 KG schützen kann. Oder, präzisere. Das Risiko eines Meteoriteneinschlags auf meinem Kopf weiter reduzieren kann.

Achja, ich versuche heute mal beim Familienabendessen zu ventilieren, ob wir diesen Sommer nicht doch lieber in die Berge gehen.

Nicht so (!) schlimm

Lidl, mein sozialer Stimmungsbarometer, verschaffte mir gerade direkt nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft zwei Eindrücke: „Nicht so (!) schlimm“ weiterlesen

Sympathisch

Erstmalig in Kopenhagen. Erster Eindruck am Flughafen.

So soll es sein.

Genius Loci

In meiner alten Heimat Stuttgart dienstlich unterwegs. Die Schwaben bringen es halt immer wieder auf den Punkt.

Isch doch au sooo!