Stikeez – der Ersatz für die paninilose Zeit

Es ist für alle hart. Diese Zwischenjahre zwischen EM und WM. Hart für uns: Kinder, Konsumenten, Konzerne. Was soll man bloß sammeln, wenn es keine Nationalmannschafts-Sammelbilder in 38 Varianten gibt?

Natürlich kann man WMF-Punkte oder Ähnliches bei Edeka mitnehmen. Regelmäßig liegen solche abgerissen Klebestreifen bei uns noch rum. 22 Kleberchen, und man bekommt einen WMF-Topf 5 Euro billiger. Aber der Reiz verfliegt, wenn man den gleichen WMF-Topf bei Amazon schon 10 Euro billiger bekommt. Ganz ohne Kleberchen.

So oder ähnlich muss ein Brainstorming in einer Marketingabteilung bei einem Discounter vor Jahren mal abgelaufen sein. Und dann hatte jemand den Geistesblitz der Stikeez. Ich habe recherchiert, aber Mr. Google konnte mir nicht sagen, woher dieser Namen kommt. Jedenfalls sind die kleinen Weichteilpropfen einfach zu süß für die Kleinen.
Naja, nach den Gemüse-Stickeez von Lidl im vergangenen Jahr ist jetzt halt mal Aldi mit den Smiley-Stickeez dran.

Der Lerneffekt ist immens. Selbst in den Pausenhöfen der Grundschule wird das Gesetz von Angebot und Nachfrage (ein Einhorn gegen drei Glitzersmileys) in die Praxis umgesetzt. Wer fordert da noch ‚Wirtschaft‘ als reguläres Schulfach? Ok, außer der FDP natürlich.

Seit einem Monat kaufen wir nur noch bei Aldi ein. Und unser Sechsjähriger sagt: „Wir MÜSSEN bei Aldi einkaufen, auch wenn es mal nicht so gut schmeckt.“ Zum Beispiel die versalzenen Bio-Maultaschen dort, sorry, Aldi, geht gar nicht. Selbst die Schmalspur-Ökonomen (also, ähm, die Marketingheinis) müssen erkennen, das sind absolute Best-Practice-Lernerfolge.

Wir sind also dabei, sind freundlich zu den Damen und Herren vor und hinter uns in der Warteschlange an der Kasse. Kann man ja mal immer was abstauben, wenn sie so kinderlos aussehen. Und an der Kasse natürlich zuckersüß zum Personal. Dann gibt es mal ein Schächteln ‚Stickeez‘ obendrauf.

Herbsteszeit ist Sammelzeit. Outdoor wie Indoor. Viel Spaß.

Rechtschreibnazi Folge 2

Ich habe mich vor einiger Zeit darüber ausgelassen, dass man sich meiner Meinung nach in der deutschen Sprache doch bitte schriftlich so bewegen solle, wie es die Rechtschreibung vorgibt. Und mich gewundert, dass man für sachdienlich gemeinte Hinweise (nein, es heißt nicht „Oma’s gemütliche Kneipe“, sondern eben „Omas gemütliche Kneipe“) dann schon eine Hakenkreuz-Watschen bekommt. „Rechtschreibnazi Folge 2“ weiterlesen

Wortwechsel zum Unaussprechlichen

oder für die sprachwissenschaftlich Angehauchten: Über den Unterschied von Silben und Buchstaben „Wortwechsel zum Unaussprechlichen“ weiterlesen

Vatertagsgeschenke

Heute. Das. „Vatertagsgeschenke“ weiterlesen

Die Kuchenspende

Weil ich wieder einmal nicht mehr weiter wusste, ob der vielen angefragten Kuchenspenden für Schule, Kindergarten, OGS, Musikschule, Sportverein, etc., habe ich mich ein paar Zeilen dazu abreagiert…solange eine Kuchenspende sich im Ofen buk. „Die Kuchenspende“ weiterlesen

Si tacuisses, Blogpapa – eine Provinzposse aus Bonn

Die Römer sind bei uns gerade hoch im Kurs. Seit unserer Reise nach Rom im vergangenen Herbst, sprechen wir am Familientisch de facto (sic!) nur noch Latein. „Si tacuisses, Blogpapa – eine Provinzposse aus Bonn“ weiterlesen

Ich dreh‘ am Rad (der Zeit)

Eigentlich ist mir die ganze Diskussion um Sommer- oder Winterzeit ziemlich wurst. Mit kleinen Kindern ist der Biorhythmus eh am A…. Aufgestanden wird, wenn der Nachwuchs ruft, zu gleich welcher Tages- oder Nachtzeit. Geschlafen wird immer dann, wenn es möglich ist. Oder auch unmöglich, im Stehen bespielsweise. Das Schlafbedürfnis hat im Hypothalamus schon lange Vorrang vor irgendwelchen Biorhythmus-Anforderungen. 5 Minuten nichts zu tun? Einschlafen, sofort. Funktioniert. Immer. Bei jedem. „Ich dreh‘ am Rad (der Zeit)“ weiterlesen