Kerkyon allein auf dem Klo

In dieser meiner Rubrik „Fundstücke“ möchte ich meistens Kommentare ablassen, die mir das ehrwürdige Medium (ZEIT online, Spiegel online, was man halt so liest) in der Regel in dessen Kommentarspalten verwehrt. Heute, ich gestehe, ist die Nachricht als solches der Brüller. Und hat mich bezüglich meiner Berufswahl ins Grübeln gebracht. Vielleicht wäre die Juristerei doch etwas für mich gewesen?

Der Fall laut SPON: Ein dreieinhalbjähriges Kind geht nächtens alleine auf den Lokus und verursacht aufgrund der Verkettung unglücklicher Umstände (zu viel Papier im Abfluss und Verhakung des Spülstopps – hej, das muss man erst einmal alles feinmotorisch hinbekommen in dem Alter) einen Wasserschaden in der darunter liegenden Wohnung.

Die Hausverwaltung wiederum verklagt die Eltern des kleinen Kerkyon (nein, so heißt er vermutlich nicht, aber dieser Name eines Sohnes von Poseidon, Gott der Wasserfluten, würde ihm zur Ehre gereichen!) wegen Verletzung der Aufsichtspflicht.

Dankenswerterweise hat das zuständige Gericht gesunden Menschenverstand walten lassen und die Klage abgewiesen.

Ich bin mir übrigens nicht sicher, ob der vorsitzende Richter nicht dabei an den eigenen Nachwuchs gedacht hatte. Er wäre vermutlich wohl froh gewesen, wären seine Sprösslinge in diesem Alter so schön selbstständig schon auf die Toilette gegangen. Der Normalfall – ohne unglückliche Verkettungen – ist ja eher, dass man in dem Alter jeden Tag die Bettwäsche des Kinderbettes wechseln darf!

PS: Das Gericht führte noch aus, eine elterliche Kontrolle nach jedem Toilettengang sei nicht erforderlich. Ich meine: Wenn Gäste im Haus sind, ist das schon sinnvoll….

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Da wird es mir schlecht!

Liebe FAZ-Net, ein netter Beitrag zu Ferienbeginn (warum kann es Kindern auf Autofahrten schlecht werden , und was kann man dagegen unternehmen).

Muss das aber mit einem solchen Bild unterlegt werden? Die Süßen, wie schön sie schlafen. Nein. Kein Kind darf in diesem Alter so ohne Kindersitz im Auto fahren. Mir wird schlecht bei dem unsensiblen Verhalten des Bildredakteurs.

Da bleibt mir die Luft weg

ZEIT ONLINE ist heute mit einem eindeutigen Sommerlochthema dran: Ein ‚Wissenschaftler‘ (ich kann das nur in Anführungszeichen schreiben) hat festgestellt, dass gebundene Krawatten ggf. die Blutzufuhr der Krawattenträger ins Gehirn drosseln könnte. Nun wäre dies ja ein leidlich schönes Thema: Allenthalben ist in der Arbeitswelt bekannt, dass die Zahl der Krawattenträger in schön hierarchischer Linie ansteigt. Und nun sich auszumalen, dass damit einher eine Sauerstoffunterversorgung geht, die zu suboptimalen Entscheidungen führt, ist natürlich für jeden Subalternen ein Glücksgefühl.

Aber halt, eben zu schön, um wahr zu sein. Im Setting dieser ‚wissenschaftlichen‘ Untersuchung wurden die Probanden darum gebeten, den „Windsorknoten binden und so fest zuziehen, bis sie sich damit leicht unwohl fühlten.“ (Das ist ein Zitat). Aha, ich schnüre mir den Hals ab und stelle fest, dass mein Oberstübchen nicht mehr richtig funktioniert. Das als wissenschaftliche Erkenntnis zu verkaufen, ist schon starker Tobak. Und für die ZEIT ONLINE ein Zeichen dafür, dass die Meldungen der Agenturen im Sommerloch schon rar werden.

Übrigens, ich habe die Studie kurzerhand ausgeweitet. Ich bat 8 Probanden darum, den Krawattenknoten ganz fest zu ziehen. Ich würde im Übrigen auch helfen. Die Sauerstoffzufuhr wurde um 100% abgeschnitten. Proband tot, ein Ableben für die Wissenschaft.

Ich tu‘ mich jetzt mit den Kollegen aus der Jurisprudenz zusammen. Wir stellen mal eine Schadensersatzklage gegenüber den wichtigsten Krawattenproduzenten auf. Sie hatten in ihren Bedienungsanleitungen leider vergessen, auf diese tödliche Gefahr des zu engen Windsorknotens hinzuweisen.

Achja, und jetzt weiß ich auch, warum die Kinderkrawatten immer so ein lockeres Gummiband haben. Die ‚Wissenschaft‘ hilft halt immer.

 

WM Kader 2022

Deutschland ist bei der WM ausgeschieden. Die Sonne brennt herunter. Die Kinder sind lustlos. Die Fanbilder (s.o.) abgehängt.

Jungs, wollen wir ein Eis essen gehen oder auf den Fußballplatz?

Fußball!!!

Einstimmig.

Ahhh. Lieber Jogi (oder lieber N.N.), ich hätte da ein paar Vorschläge für den Kader 2022. Die Moral stimmt schon mal!

 

Statistik ist das Eine – das Andere ist der Weiße Hai

Nach diversen Sommerlochtiermeldungen (Kroko, etc.) nun endlich mal was Handfestes. Weißer Hai vor den Balearen erstmals seit dreißig Jahren zweifelsfrei identifiziert. „Statistik ist das Eine – das Andere ist der Weiße Hai“ weiterlesen

Mütter geraten in Panik….

Disclaimer: Mir geht es nicht um den Sachverhalt, der sich an einer Berliner Grundschule heute abgespielt hat. Und ich hoffe von Herzen, dass sich der Schrecken aller Beteiligter schnell wieder legen wird. „Mütter geraten in Panik….“ weiterlesen

Liebe ZEIT ONLINE

Ich freue mich sehr, dass Ihre Bildredaktion zu dem Beitrag „Kinder in Deutschland sind gesund und rauchen weniger„, das entsprechende Bild ausgewählt haben. „Liebe ZEIT ONLINE“ weiterlesen