Von Maibäumen in Kindergärten

Mit den rheinländischen Bräuchen kann ich als Schwabe im Bonner Exil (entschuldigt, das ist jetzt etwas zu hart) nicht immer was anfangen.

Sehr zum Leidwesen meiner Frau, die das Jahr um Jahr einfordert, halte ich das Aufstellen einer erektilen Manneskraft in Birkenform vor dem Hause der Angebeteten, zudem mit Krepp-Papier geschmückt, für – sagen wir mal – gewöhnungsbedürftig.

Außerdem sieht das gute Stück nach ein paar Woche vertrocknet und ganz welk aus. Und wird in den seltensten Fällen wieder weggeräumt.

Manchmal frage ich mich, ob dieser moderne Burgerladen Hans im Glück mit seinen vielen Birkenstämmen in der Restauration der Schnappsidee eines betrunkenen Maibaumaufstellers entsprang.

Ich bin auch ziemlich gespannt, ob die lokale Ökoszene nach dem bundesweiten Angriff auf die ungeheuerliche Massenrodungen wegen der Weihnachtsbäume sich endlich mal die Birkenstämmchen vornimmt.

Sei’s drum.

Nun aber, am Tag nach dem ersten Mai in diesem Jahr, gab es dann auch für mich was zum Schmunzeln:

Ein Kollege Papa kam mit seinem Nachwuchs zeitgleich in den Kindergarten. Sein Sohnemann, stolz und überglücklich, trug ein Birkenzweig im Wasserglas, ordentlich nach allen Regeln der Kunst geschmückt und mit einem verheißungsvollen Mädchennamen auf dem obligatorischen roten Herzen.

Nein, das allein wärmte mir noch nicht das Herz. Aber dann: Sein Papa nahm mich zur Seite und flüsterte mir zu. „Schon im zweiten Jahr derselbe Name auf dem Herz. Das ist was Ernstes!“

Makes my day.

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Si tacuisses, Blogpapa – eine Provinzposse aus Bonn

Die Römer sind bei uns gerade hoch im Kurs. Seit unserer Reise nach Rom im vergangenen Herbst, sprechen wir am Familientisch de facto (sic!) nur noch Latein. „Si tacuisses, Blogpapa – eine Provinzposse aus Bonn“ weiterlesen

Am Aschermittwoch ist alles vorbei – Gedanken zum Sessionsmotto 2043

Der Karneval ist geschafft. Ich ignoriere die Äußerungen der rheinischen Lokalpresse zum  Sessionsmotto 2019. Endlich Ruhe. „Am Aschermittwoch ist alles vorbei – Gedanken zum Sessionsmotto 2043“ weiterlesen

Herr erhöre uns! Frau natürlich auch!!

Sollte eine/r meiner 5 Leser/innen eine Erzieher/innenausbildung gemacht haben und sich sowieso mit dem Gedanken rumschlagen,

  • den aktuellen Job an den Nagel zu hängen,
  • in den Job wieder einzusteigen,
  • dem Lover oder der Loverin nach Bonn folgen zu wollen,

DANN: Komm bitte zu uns! „Herr erhöre uns! Frau natürlich auch!!“ weiterlesen

Kurz vor Schließung der Wahllokale

Die Kids finden das ja seit Wochen schon lustig, mit den vielen Plakaten. Als NRW-Papa kommt man damit nicht umhin, eine kleine Tour d’Horizon zur anstehenden Landtagswahl zu machen: „Kurz vor Schließung der Wahllokale“ weiterlesen

Mambo Number Two

Vorbemerkung: Eigentlich hatte ich diese Woche nur eines dieser netten Erlebnisse mit Kindern in der Mache, als mich gestern die Realität erwischte: „Das Bonner Möbelhaus Mambo macht dicht.“ So gesehen paart sich zu den folgenden Zeilen eine leichte Melancholie, dass gerade das Liebenswerte eines lokalen Möbelverkäufers verschwinden wird. „Mambo Number Two“ weiterlesen

DPD ist mir zu pünktlich!

Ich mach es kurz. Wir alle sind in Weihnachtshektik. Aber vielleicht wir Eltern ein Tick mehr, weil uns die Hauptlast der Geschenkebürde trifft. Und weil wir eigentlich keine Zeit haben, ohne die potenziell zu Beschenkenden (Kinder) shoppen zu gehen. Außer abends. Auf der Couch. Im Netz. Wäre so schön. Wenn es da nicht den DPD geben würde. Den DPD. Dachte ich. Weil das Akronym vermutlich für Deutscher Paketdienst steht, oder so. Lese nun aber im Netz. DPD steht für Dynamic Parcel Distribution. Naja. Was die Dynamik angeht, hat sich die DPD wohl bereits mit der Namensgebung verausgabt. „DPD ist mir zu pünktlich!“ weiterlesen