Hilfe, Las Vegum, wir kommen!

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Diese Herbstferien haben wir uns als Familie Rom gegönnt. Ich werde irgendwann darüber schreiben. Hoffentlich salbungsvoll. Wie wissensdurstige Kinder durch die Sixtinische Kapelle gewandelt sind. Ein Ah und Oh aus bildungshungrigen Mäulern erklang, als der gelehrte Vater (also ich) die hervorragende Betonstruktur des Pantheons erläuterte. Usw. Und das ist irgendwie nicht einmal gelogen. Aber im Großen und Ganzen war der Romaufenthalt ein Eintauchen in die Welt der Legionen, der militärischen Aufmärsche und Gladiatoren. Hej, halt so das, was ein Kind zwischen 5 und 10 Jahren interessiert, zu Recht!

Und zu Recht und gelegen kam uns das Angebot, das neue Nintendo Switch – Spiel „Asterix und Obelix XXL“ auszuprobieren. Ich gestehe, nach den Herbstferien standen die Römer logischerweise bei uns hoch im Kurs und gewannen immer gegen gleichwelche Barbaren. Das ist ja bei Asterix und Obelix, wie soll ich sagen, nicht unbedingt der Fall…. Zu Nikolaus (einen noch friedfertigeren Anlass fanden wir leider nicht) durften die Kinder im Stiefel den Code finden, zusammensetzen und entschlüsseln, um sich die Nintendo-Switch-Klopperei der Gallier herunterzuladen. Naja und irgendwie haben diese römischen Soldatenmenschen ja auch was Gutes. Schaut Euch mal die Sandalen an! Diese Stiefel sind kaum geeignet, Süßkram in großen Mengen zu halten. Ernährungwissenschaftlich ist deshalb eine römische Sandale der am besten geeignete Nikolausstiefel, um den Zuckerschock gering zu halten. Und damit dürfte das Asterix & Obelix – Konsolenspiel wenigstens von einem Teil der guten Geister, die uns Eltern in der Erziehung begleiten, wertvollen Applaus erhalten. Der andere Teil mag seine liebe Mühe haben. Ja, Konflikte im Gespräch friedfertig und ohne Einsatz von roher Gewalt zu lösen, das mag noch nie die Stärke der mutigen Gallier gewesen sein. Aber, so kann ich im Selbstversuch nach einer Kindheit voller Asterix und Obelix – Geschichten sagen: Ich löse trotz dieser frühkindlichen Prägung meine Bürokonflikte maximal mit der geballten Faust im Anzug und esse in der Kantine trotz großen Hungers keine ganzen Wildschweine.

Insofern lasse ich mal meine Kinder sich ganz ruhig durch Las Vegum kloppen, ein kleiner Vergnügungspark in Anlehnung an (Ihr wisst das schon…). Der ganze Parcours ist bei weitem weniger blutig als all das, was unser Kinder bei der Besichtigung des echten Kolosseums erfahren hatten. Es gilt gemeinsam mit den beiden Galliern und natürlich Idefix (der mir persönlich am besten gefällt, wenn er die Römer in den Hintern beißen darf) sich durch verschieden Levels zu kämpfen, Wege und Umwege zu finden. Momentan stecken sie an einer Brücke fest. Keine Ahnung, wie und was. Jedenfalls laufen die Diskussionen unserer drei Jungs heiß, wie die Brücke wohl zu bewältigen ist. Und klar, ab und an muss halt der ein oder andere römische Legionär sanft oder unsanft daran erinnert werden, dass er sich hier nicht in den Weg stellen soll.

So kämpfe wir uns also gerade durch die Adventszeit. Und wer möchte, kann da ganz ohne schlechtes Gewissen das Spiel seinem Nachwuchs selbst unter den Weihnachtsbaum legen. Die Feiertage wären gerettet. Vielleicht lassen sie mich ja dann mal auch mitzocken. Bisher durfte ich noch nicht…

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