Mit Kinderaugen

Auch ich freue mich natürlich, wenn das Grauingrau der vergangenen Wochen und Monate nun endlich sein Ende findet.  Die Natur erwacht. Der Frühling sein blaues Band flattern lässt. Doch sind es meiner Frühlinge nun schon einige, als dass ich im Alltagstrott wirklich dafür mehr als ein Auge habe, sagen wir mal, einfach fünf Minuten Zeit finde. Zu beobachten und zu staunen.

Da hilft der Nachwuchs, der erst seinen vierten Frühling erlebt (Achtung, das war jetzt keine Anspielung für den ein oder anderen, ich wäre auf der Suche nach dem zweiten Frühling mit den dritten Zähnen oder so…)

Wir radeln gen Kindergarten. Die glockenhelle Stimme von hinten, vom Kindersitz auf dem Rad: „Da, Papa, viele Blumen.“ Ein Mandelbaum knospet weiß-rosa. Und ein wenig später: „Grün, wie Hubschrauber.“ Die kreisförmig angeordneten Blätter eines Kastanienbaums entfalten sich. „Gelb, gelb!“ schallt es dann, als ginge es um eine Ampel, die gleich auf rot springt. Iwo. Ein Forsythienstrauch zeigt seine Blütenpracht.

Tja, und dann bricht die Sonne aus den Wolken hervor und strahlt just auf eine solch zartgrüne Blätterschar, nass noch vom Regen des Vortags. Und ich beobachte und staune.

Danke, dass Du, kleiner Piratenschiffsjunge, mir mal wieder die Augen für das Wesentliche geöffnet hast.

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Ein Kommentar zu „Mit Kinderaugen

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