Wimmelingen

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch einen Familienhaushalt in Deutschland gibt, dem die Wimmelbücher von Rotraut Susanne Berner unbekannt sind. Und ich kann mir noch weniger vorstellen, dass es einen Familienhaushalt gibt, dessen Kinder nicht auf diese Suchbildreihe mit den vier Jahreszeiten und einer Nachtausgabe abfahren. Aber was soll’s, i gusti non si discutono.

Uns jedenfalls gefallen diese großformatigen Bilderbücher sehr gut. Im Gegensatz zu  – oder vielleicht auch nur als Weiterentwicklung – der Altmeister-Wimmelbücher von Ali Mitgutsch laufen die Personen sowohl durch einen Band durch: Also, Daniela geht von ihrem Haus auf der ersten Seite bis hin zur Gartenparty am See auf der letzten Seite. Als auch, die Bände nebeneinander gelegt, es Entwicklungen auf einer Seite von Jahreszeitenband zu Jahreszeitenband gibt. Am Augenfälligsten ist dies am Bau des Kindergartens zu erkennen, dessen Konstruktion man über drei Bände verfolgen kann, bevor er im Herbstwimmelbuch fröhlich eingeweiht wird.

Wie förderlich so etwas für das Weltverstehen, für die kindliche Entwicklung ist, sollen die Experten sagen. Ich kann nur aus der Empirie festhalten, dass  alle unsere häuslichen Altersgruppen (von 2 bis 7 Jahren) an den Bildern hängen, die großen Zusammenhänge kommentieren oder sich auch meinethalben nur an einem Detail pro Seite aufhalten.

Prädikat: Besonders empfehlenswert.

Aber das wird wohl, wenn ich meine anfängliche Vermutung stimmt, ein alter Hut sein. Vielleicht noch nicht so bekannt sind das Kochbuch (wir lieben es) und die Miniformate der vier Bilderbücher, zusammen im Schuber ungefähr so groß oder klein wie zwei Zigarettenpackungen nebeneinander (iih, das ist jetzt aber nicht mehr politically correct, eine Zigarettenschachtel als Vergleichsmaßstab zu nehmen – sorry, mir fiel gerade nichts anderes ein, wem es beliebt – etwas kleiner als ein Flachmann und etwas dicker ;-)).

Praktisch deswegen, weil die großformatigen Bände, geliebt von den Kindern, vielleicht dann doch nicht ganz so reisetauglich sind. Und, ein netter Nebeneffekt ist auch, dass man die vier Bände problemlos nebeneinander legen und die oben beschriebene Entwicklung auf einzelnen Seiten über das Jahr hinweg verfolgen kann (nicht nur der Kindergartenbau, sondern auch kleiner Details, etwa der Straßenbau neben dem Bauernhof, das Fällen der Birken, etc.).

Zudem gibt es auch die Jahreszeiten-Serie auch als Hinhörbücher mit CD. Davon waren leider nur wir Eltern begeistert und unser Nachwuchs nicht. Ich vermute mal, denen gefällt ihr eigener Soundtrack zu den Büchern mehr.

Ach, liebe Autorin, aus dem Rheinland die dringende Bitte, wenn Sie sich doch leider auf Tag und Nacht sowie die Jahreszeiten beschränken. Wir hätten hier eine fünfte Jahreszeit in Köln. Das müsste doch noch zu zeichnen sein. Wir alle würden uns sehr freuen.

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